Der 6. LatinChem in Chemnitz -
Erlebnisbericht
Am ersten Tag im September fuhren wir morgens nach Chemnitz zum 6ten LatinChem Congress.
Die Workshops waren im Gebäude mit dem freundlichen Namen „Haus des
Gastes“bereits am Laufen, als wir mittags ankamen. Gleich am Eingang war der Empfang, an dem die
mittlerweile gängigen Farbbänder an die eingetroffenen Teilnehmer ausgegegeben wurden.
Links ging es zum Speisesaal in dem jeden Tag mittags warme Speisen zu moderaten Preisen
angeboten wurden. Die Bars waren bereits aufgebaut und auf der Bühne im großen Saal
wurden ein paar Soundchecks durchgeführt.
Wir konnten schließlich um 14.45 Uhr den ersten Workshop bei Eddi aus Hannover mit machen.
Mittelstufe LA Style war zu Beginn genau richtig. Danach waren wir noch bei Gerd & Kerstin,
die wie in jedem Jahr die Hauptrolle der Veranstaltung übernommen hatten. Der Workshop machte
richtig Spaß, lockere Stimmung und gehörige Portion an Humor. Die Preview fand zur Einstimmung
am Abend im kleinen Saal statt. Am nächsten Morgen haben wir uns gleich nochmals auf Gerd & Kerstin einigen können. Wir
hatten riesen Spaß beim Erlernen einer tollen Figur im NY-Style. An diesem Tag waren wir noch
bei Marek und Ania aus Polen, Barabara Cano & Manuel Mascarell aus Spanien, sowie Eddi aus Hannover.
Es gab zwar die ein und andere Verschiebung, aber kein Kurs fiel aus. Leider konnte
Robert Charlemagne aus London nicht kommen. Rafael Munoz stand im Stau, so dass Manuel
Mascarell seinen Kurs übernahm. Auch Pedro Gomez hatte abgesagt.
Verschiebungen, Veränderungen, Absagen kurz- oder langfristig sind zwar manchmal ärgerlich,
aber sie sind nun mal integraler Bestandteil einer solchen Veranstaltung. Ich habe zumindest
noch nie einen Kongress erlebt, der plangerecht durchgeführt wurde.
Von morgens 10:30 Uhr bis abends 18:00 Uhr wurden meistens bis zu 5 Workshops gleichzeitig
gehalten. 4 mal am Tag musste man sich für einen Kurs entscheiden. Die Kurse liefen
1,5 Stunden mit einer viertel Stunde Pause und einer Stunde Mittagspause. Ich kenne keinen
Kongress in Deutschland mit einem derartig umfangreichen Kursangebot, das ist schon eine Wahnsinns-Leistung.
Auffällig war in diesem Jahr das große Angebot an Kursen im Cuban-Style. Auch an Abwechselung
hat es nicht gemangelt, so gab es neben den Klassikern unter anderem Reggaeton, Percussion, Bachata, Hip
Hop, afrikanischer Tanz und Afro-Samba.
Am Freitag Abend kamen wir um 23:00 Uhr an und hatten nicht erwartet, dass die ersten Shows bereits
gelaufen waren. Auch die Vorstellungsrunde der Tanzlehrer fand bereits statt und die Show eines
Tanzpaares aus Augsburg war bereits am Laufen. Ich vermute wir sind genau zu Beginn des 2ten Showblocks
erschienen. Die folgenden Shows waren super abwechslungsreich und unterhaltsam. Rafael Munoz Dancer
tanzten im NY-Style. Dann gab es Rueda del RIO, Raggaeton von Danay & Joel, Samba Raggae von Lecio und
afrikanischen Tanz mit Trommler Kwashie Safroh. Die Liveband aus Kuba "Rey y su Vaiven" konnte uns
leider nicht so überzeugen. Auch die Tanzlehrer waren auf der Tanzfläche nicht oft zu sehen.
So waren wir wenigstens fit für die Workshops am Samstag. Die Kurse waren wie gewohnt herausfordernd,
methodisch gut aufgebaut und mit dem ein oder anderem Humor versehen. Manuel Mascarell stand für uns
als erster auf der Bühne im großen Saal. Weitere Kurse folgten bis zum Abend. Das Erlernte durfte im
Anschluß meistens gefilmt werden, damit eine Wiederholung zu Hause möglich ist. Manuel hatte da eine
andere Idee. Er sammelte am Ende des Workshops die E-Mail Adressen der Kurs-Teilnehmer, damit er später
einen Download-Link auf seinen im Aufbau befindlichen Server verschicken kann. Wir dürfen alle gespannt
sein.
Am Abend stieg dann die Hauptparty. Diesmal waren wir früher da und durften uns an allen 3 Showblöcken
erfreuen. Tanzstudio RIO bot uns eine umfangreiche Show auch mit
Ruedaeinlagen. Die Gruppe "Salsa libre" von Marek und Ania aus Polen hatten auf explosive Art und Weise eine schöne
Choreographie aufgeführt. Michael van Tonder hat mit seine Tanzpartnerin für Westernstimmung gesorgt.
Mambo de Barrio aus München fegten mit roter Scherbe über die Bühne und waren ihrem Namen gerecht.
Der Produzent der Tanzfabrik hatte mehrere Shows parat: - 5 süsse Mädels zauberten mit rosaroten
Kostümen - Stepptanz zu den Trommelschlägen von Kwashie - Gerd und Lorenzo mit einer Improvisation.
Ian Salvador Lopez & Team hat uns mit seiner Hip Hop Show sehr überrascht, pure Energy. Der Mann mit
der Maske aus Kuba, Israel Gutierrez, taktete im Breakdance - Style und improvisierte anschließend mit Juan Ortiz.
Auch Mitchel aus Hannover überzeugte mit Rhytmusgefühl. Die Highlights des Abends waren zweifellos die Shows
der Munoz Dancers und der Mambo Swingers.
Im kleinen und großen Saal wurde kräftig getanzt, der Andrang war groß so dass keiner frieren musste. An diesem
Abend gab es jede Menge kubanischen Salsa von der jungen Band "Sonoc de las Tunas" zu hören. Die Klänge
ertönten bis in die frühen Morgenstunden.
Am letzten Kongresstag besuchten wir noch 2 Workshops. Besonders zu erwähnen ist der Kurs von Ivana und Manuel der
Munoz Dancers, die mit uns einen Teil ihrer Show einstudierten. Danach haben wir den Veranstaltungsort mit tausend
schönen Eindrücken verlassen. Auf dem Weg nach Stuttgart haben wir uns noch nett mit Mitchel aus Hannover unterhalten,
da er am Abend im WOW noch seine Show präsentieren sollte und deshalb mit uns mitgefahren ist.
Hier nun die besten BIlder - viel Spass
beim Durchschauen!
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